Fides alter Fotokoffer – Bilder aus Hamburg 1930 bis 1933

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verschollene Bilder von Friedrich Struck entdeckt

„Fisch, Gemüse, Wertpapiere, Finde Struck fotografiert Hamburg 1930-33“ zu sehen im Altonaer Museum (S Bhf Altona)

Fisch. Gemüse. Wertpapiere. Fide Struck fotografiert Hamburg 1930-33

Ausstellung

Mi. 22.01.2020 – Fr. 01.01.2021

Altonaer Museum

Museumstraße 23

22765 Hamburg

Fisch. Gemüse. Wertpapiere. Fide Struck fotografiert Hamburg 1930-33

Markante Portraits und ungewöhnliche Perspektiven zeichnen die Bilder des Fotografen Friedrich „Fide“ Struck (1899-1976) aus, der in den frühen 1930er Jahren die Arbeit im Hafen, die Bauern im Hamburger Umland, aber auch die Händler an der Hamburger Börse festgehalten hat. Nachdem seine Fotografien erst 2015 in einem alten Holzkoffer wiederentdeckt wurden, werden die Arbeiten des Autodidakt und Arbeiterfotografen jetzt vom Altonaer Museum in Zusammenarbeit mit der Stiftung F.C. Gundlach zum ersten Mal in einer Ausstellung präsentiert. Der komplette Bestand von Strucks Oeuvre wird in Kürze in das Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz (bpk-Bildagentur) aufgenommen.

 

—- und eine weitere Veranstaltung zu Fides Struck

Lichtbildervortrag: Fides Fotokoffer

Lichtbild-Vortrag   „Fides Foto-Koffer“  im Metropolis Kino am 24.1.2020 ab 19:00 Uhr, Kleine Theaters. 10 (U Bhf Gänsemarkt)

von Thomas Struck im Metropolis Kino

Fide Struck (1901-1985) gehörte zum Umfeld der Arbeiterfotografen. Er fotografierte zwischen 1930 und 1940 in Hamburg, Berlin und Süddeutschland. 1941 packte er 3000 Negative in einen Koffer, der nach einer Odyssee durch Deutschland erst 2015 von seinem Sohn, dem Filmemacher Thomas Struck, wieder geöffnet wurde. Die Bildagentur bpk Preußischer Kulturbesitz übernahm die Sammlung, da sie »inhaltlich und fotogeschichtlich so bedeutend« sei, dass sie langfristig erhalten werden müsse.

Thomas Struck zeigt Fotos vom Tun und Treiben auf dem Fischmarkt und am Deichtormarkt, im Filmatelier mit Gustaf Gründgens oder am Berliner Funkturm, wo Mädchen Reigen tanzen. Es sind Bilder aus der Zeit des Durchbruchs des Nationalsozialismus, die Fragen aufwerfen wie: War der Fotograf Opfer oder Täter, was bedeutet Positiv und Negativ im weiteren Sinn, welchen Wert hat das Vergessen und das Erinnern? Der Magnum-Fotograf Elliott Erwitt kommentierte das Werk: »Interessante und wunderbare Bilder.«

Die Veranstaltung findet im Metropolis Kino, Kleine Theaterstraße 10, 20354 Hamburg statt.